Lebenskrisen

Schwere Lebenskrisen – Krankheiten und Unglücklichsein
als Tor zu deinem persönlichen Glück erkennen und meistern!

Schlimme Ereignisse oder Probleme im sozialen Umfeld können in eine schwere Lebenskrise führen. Dadurch wird unsere Wahrnehmung wie durch einen Filter getrübt. Wir erleben es im Alltag in etwas so, als hätten wir in ein und derselben Situation unterschiedliche Brillen auf und sehen durch verschiedene Filter. Je nachdem, was wir in unserem Leben alles erfahren und abgespeichert haben. Demzufolge ist eine Information nicht mehr neutral, sondern sie wird von uns interpretiert. Oft braucht es nur eine andere Sichtweise auf die Dinge, um dem Teufelskreis zu entkommen und einen Gewinn daraus zu ziehen. Meiner Ansicht nach ist es von großer Bedeutung Ursache und Auslöser zu verstehen, um leichter mit „Schwierigkeiten“ im Leben umgehen zu können. Folgend zeige ich dir ein paar Beispiele aus meiner Tätigkeit als Coach auf.

Manchmal ist nur ein kleiner Impuls notwendig, um wünschenswerte Veränderungen herbeizuführen.

Finde das Tor zu Deinem persönlichen Glück!

Mobbing

 

Mobbing ist in Deutschland zu einem allgemeinen gesellschaftlichen Problem geworden. Es wird als ein Sammelbegriff für Formen der sozialen Ausgrenzung und Diskriminierung verwendet. Die Handlung bezieht sich auf Orte, in denen Menschen außerhalb des familiären Umfelds in die Öffentlichkeit treten. Nicht zu verwechseln mit kleinen Auseinandersetzungen, Streitereien, aggressiven Verhalten oder Ausgrenzungen, die von kurzer Dauer geprägt sind.

Oft bemerken die Betroffenen ihre prekäre Lebenssituation gar nicht. In der Schule wird z.B. immer genau einer ausgeschlossen. Im Verlauf der Zeit trägt die Psyche schwere Schäden. Von Verletzungen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen und zerstörtem Selbstbewusstsein bis hin zu einem ausgeführtem Suizid.

Auch ein ständiger Nachbarschaftsstreit führt zur inneren Unruhe und kann einem viel Nerven kosten. Es kann zu Konzentrationsschwäche und Schlafstörungen kommen, bis hin zu schweren Depressionen.

Mobbing kann fast überall auftreten.

Am häufigsten tritt Mobbing jedoch am Arbeitsplatz auf und kann vielfältige Formen annehmen. Hervorgerufen wird es oft durch die betriebsinterne Hierarchie und die damit verbundene Machtposition. Sich langfristig in einer Situation zu befinden, die den persönlichen Selbstwert negiert, kann auf Dauer ziemlich krank machen.

Die individuelle Weiterentwicklung eines jeden einzelnen Menschen ist dadurch maßgeblich gefährdet. Durch die andauernde Abwertung der eigenen Fähigkeiten fällt die Bewältigung neuer Herausforderungen schwer. Das Mobbing greift auch auf andere Lebensbereiche über. Unsicherheit im sozialen Umfeld führt zur negativen Reaktion der Menschen. Die Umgebung wird zum Spiegel der eigenen Gedanken und den entsprechend schlechten Gefühlen. Der Betroffene fühlt sich vermehrt unsicher und verinnerlicht das verfälschte Selbstbild.

Wiederholtes Schikanieren und unsinnige Aufgaben müssen nicht angenommen werden. Letztendlich geht es darum, sich seiner Stärken voll bewusst zu werden. Im Beruf auf seine Qualifikationen selbstbewusst zu verweisen usw. Sein eigenes Verhalten zu reflektieren und keine Angriffsfläche den Tätern mehr zu bieten. Dazu bedarf es eine neue innere Einstellung zu gewinnen und Wege zu finden aus dem Opferbewusstsein herauszutreten.

Begleitung und Unterstützung findest Du hier.

 

Depression/depressive Verstimmung

 

Jeder Mensch fühlt sich mal traurig und niedergeschlagen. Hält dieser Zustand hingegen dauerhaft an, kann sich eine ernst zu nehmende Depression entwickeln. Aus eigener Kraft ist diesem Teufelskreis nur schwer zu entkommen. Die ständige Antriebs- und Mutlosigkeit macht persönliche Erfolge so gut wie unmöglich. Das Leben erscheint trostlos und grau.

Es gilt zu bedenken, dass jeder Mensch anders ist. Wie gut eine depressive Verstimmung bewältigt wird, hängt immer vom Betroffenen ab. Wichtig ist, dass die Symptome bereits im Anfangsstadium erkannt werden. Eine frühe Intervention kann schlimme Folgen vermeiden. Die Selbstmordrate ist gerade in den führenden Industrienationen erschreckend hoch.

Ein leichtes Stimmungstief sollte maximal zwei Wochen dauern. Ansonsten kann es problematisch werden.

Familie, soziale Kontakte, Sport aus der Freude heraus ohne Leistungsgedanken, einfach weil es Spaß macht oder ein künstlerisches Hobby sorgen dafür, gewohnte destruktive Muster zu durchbrechen. Neue Glücksmomente helfen dabei, sich neu zu erfinden.

Der Auslöser für die geistige Erkrankung findet sich meist in einem konkreten Anlass. Der Verlust eines geliebten Menschen, der Abbruch einer langjährigen Beziehung oder die fortwährende Existenzangst kann einen schon ganz schön aus der Bahn werfen.

Der vorläufige Rückzug aus dem Privatleben ist da völlig gesund und wirkt sich heilend aus. Nach dieser Phase solltest Du Dir aber unbedingt Hilfe bei Freunden und Familie suchen.

Mögliche Wege aus der Krise auch begleitend und unterstützend zur schulmedizinischen Behandlung gibt es auch hier.

 

Burnout

 

Das Berufsleben einer schnelllebigen Gesellschaft verlangt immer mehr ab. Die zu erledigenden Aufgaben erscheinen wie ein kaum zu bewältigender Berg. Der permanente Stresszustand hat seine Folgen. Das so genannte „Modewort“ Burn-out-Syndrom ist mittlerweile zu einer anerkannten Krankheit geworden. Die Betroffenen leiden an einem negativen Seelenzustand, der als ausgebrannt beschrieben wird.

Den Fußballstar Ralf Rangnick, den Skifahrer Sven Hannawald und den Sternekoch Tim Mälzer verbindet eine Gemeinsamkeit. Sie litten an der restlosen Erschöpfung. Nur eine längere Pause konnte die Krise beenden. Jeder Mensch, der oft an seine Grenzen geht ist der Gefahr des „Ausbrennens“ ausgesetzt.

Von der Definition her ist das Burnout der Depression sehr ähnlich oder kann auch als eine Form davon bezeichnet werden. Es gibt viele ähnliche Symptome wie beispielsweise Antriebslosigkeit, das Gefühl der inneren Leere und die Überforderung. Eine scharfe Trennlinie zwischen beiden Leiden lässt sich jedoch nicht ziehen. Nur ist der Auslöser hier direkt im beruflichen Alltag zu suchen.

Eine zeitliche Strukturierung des Tagesablaufs wirkt dem Risiko effektiv entgegen. Meiner Ansicht nach müssen sinnvolle Auszeiten geschaffen werden. Die Balance wieder finden und in die eigene Mitte kommen zwischen der Anspannung und der Entspannung sind dabei von großem Vorteil. Aus der eigenen inneren Kraft heraus mit seiner „einzigartigen Vision“ zu agieren hält die Motivation und Begeisterung aufrecht. Der Mensch lernt mit seiner Kraftvollen Energie weise umzugehen und sie zu fokussieren. Mit einer optimistischen Grundhaltung gelingt alles leichter.

Den passenden Hilfeplan zur Umsetzung findest Du hier.

Angststörungen/Panikattacken

 

Können dich viele Menschen nicht verstehen?

Bestimmt die Angst oder die Panik dein Leben?

Nach außen versucht du ein normales Leben vorzugeben, innerlich fühlst du dich beschissen?

Angst in Form von Panikattacken tritt ganz plötzlich auf. In einer „normalen“ Situation kann sich eine leichte Beklemmung breit machen. Gefolgt von heftigem Herzrasen, schwitzen, sehr oberflächigem schnellem Atmen bis hin zum Ohnmachtsanfall. Die Botenstoffe Adrenalin und Cortisol sorgen dafür, dass der Körper in Alarmbereitschaft für Flucht oder Kampf vorbereitet werden. Die Muskeln bekommen dadurch mehr Sauerstoff und werden besser durchblutet. Die Blutgefäße verengen sich und das Herz fängt an schneller und kräftiger zu schlagen. Das Blut wird aus den inneren Organen abgezogen, was infolge das Immunsystem und die Verdauung auf Sparflamme reduziert.

Evolutionsbedingt war das früher von Vorteil, wenn wir von einem wilden Tier angegriffen wurden. Heutzutage werden diese Stresshormone meist bei einer sitzenden Tätigkeit im Büro, in der Schule oder vor dem Computer unterdrückt und ausgesessen. Beispiel: Es ist uns meistens nicht möglich,  wenn unser Körper gerade Stressreaktionen zeigt z.B. im Büro, wenn uns gerade ein Kollege, Kollegin oder der Chef/in nervt, aufzuspringen und in dreißig Minuten die Stresshormone mit Joggen abzubauen. Ich finde, die Umsetzung mit integrierten Cardiogeräten insbesondere in älteren Firmen ist noch ausbaufähiger. Der Trend geht Gott sei dank in Richtung Fitness in Firmen. Bis dahin brauchen…

…wir andere Umsetzungsstrategien…

Meiner Wahrnehmung nach, hat das „Aussitzen des negativen Stresses“ langfristig verheerende Folgen. Hier geht es darum ein Gleichgewicht im vegetativen Nervensystem anzustreben und zu lernen wie man selbst mit gewissen Situationen und Menschen umgeht.

Ich selbst hatte früher viele Panikattacken z.B. ich hatte mich vor einem meiner ersten Vorträge bei etwa 12 Menschen mehrfach auf der Toilette übergeben und kritisierte mich hinterher selbst aufs übelste. Auch ich hatte diese destruktiven Gedanken über mich selbst gehabt.

Aber ein Aufgeben deswegen war keine Option für mich. Ich machte weiter. Immer und immer wieder trotz der Panikattacken, die mit der Zeit weniger wurden. Ob im Supermarkt an der Kasse, wenn vor und hinter mir Menschen anstanden, fing ich plötzlich das Schwitzen an, mein Herz raste, mir wurde speiübel und ich ließ alles stehen und liegen – musste das Kaufhaus blitzartig verlassen.

Eine soziale Phobie, die mir damals diagnostiziert geworden war. Es sind nur zwei Beispiele, die ich zu hundert Prozent überwunden habe.

Die Ursache einer Panikattacke liegt meines Erachtens in zeitlicher Nähe zum ersten Erscheinen der Symptome. Eine Veränderung der persönlichen Lebenssituation wie z.B. der Wechsel des Arbeitsplatzes wird als Auslöser erkannt. Aber auch Scheidungen, Trennungen vom Lebenspartner/Kindern, Todesfälle, Krankheiten, wiederkehrende Schmerzen oder finanzielle Engpässe können als Auslöser dienen.

Genau genommen liegt eine „falsche Einschätzung“ der Situation im Gehirn vor.

Die ständige Angst vor einem erneuten Ausbruch erschwert die Lebensführung erheblich. Viele Betroffene laufen jahrelang zum Arzt und schlucken Psychopharmaka ohne dass eine Besserung eintritt. Obwohl sich die Symptome körperlich direkt nachweisen lassen, gibt es keine organische Ursache.

Der Eindruck wird geweckt, verrückt zu sein.

Eine nahende Panikattacke schlägt sich zuerst im erhöhten Blutdruck nieder. Die Muskeln sind sogar geneigt zu krampfen und starkes Schwitzen oder Frieren können eintreten. Der Betroffene hat das Gefühl, das die Welt herum verschwimmt. Es ist unmöglich einen klaren Gedanken zu fassen. Übelkeit und Schwindel machen den Eindruck, das Bewusstsein zu verlieren. Auch gesteigerter Harndrang und Durchfall sind üblich. Es geht bis zur Angst sterben zu müssen.

Um zukünftig nicht mehr in solch eine unangenehme Situation zu geraten, werden Orte gemieden, an denen eine Panikattacke ausbrechen könnte. Im schlimmsten Fall wird nur noch in Begleitung das Haus verlassen. Als Unterstützung zur gesellschaftlichen Teilnahme dienen oft Alkohol und Beruhigungsmittel. Eine Suchterkrankung wird wiederum zur Folge der Angststörung, die das alles noch verschlimmern. Dann dreht sich alles nur noch darum, die Angst vor der Angst zu überwinden.

Die gute Botschaft und meine Erkenntnis ist, dass Menschen mit Angst- und Panikstörungen besonders einfühlsam und sensibel sind. Sie haben meist einen außerordentlichen Intelligenzquotienten und sind sehr kreativ.

Diese Symptome aus einer anderen Perspektive als „Wegweiser zu mir selbst“ zu sehen, hat mich von meiner Panik befreit und das kannst auch du schaffen. Da bin ich ganz fest davon überzeugt.

Es geht dabei nicht um die Symptome der Panik, sondern die Ursache zu erkennen. Das BESONDERE in dir wahrzunehmen.

Wusstest du das…:

Medikamente wie Antidepressiva, Schlaftabletten usw.… sowie eine vorangegangene Depression und bestimmte Lebensmittel, die nicht zu dir passen, wiederum Panikattacken auslösen können!

Erkenne und identifiziere den Auslöser deiner Angst, deiner Panik.

Mache Dir bewusst, dass die Angst oder die Panik nicht dein Feind, sondern dein Freund ist.

Begleitung und Unterstützung zum Überwinden der Panikattacken und Angststörungen findest du hier.

 

Phobien

 

Auch die Phobie wirkt sich in einer Panikattacke aus. Nur kann in diesem Fall der Auslöser konkret benannt werden. Sie ist somit eine Form der Angststörung mit vielen Gesichtern. Die Ursache findet sich in Spinnen im Fachjargon Arachnophobie, dem Zahnarztbesuch Odontophobie, oder aber engen Plätzen und Räumen die Klaustrophobie. Auch Situationen, die nicht selbst beeinflussbar sind berichten mir Klienten. Viele Menschen leiden beispielsweise unter Flugangst auch Aviophobie genannt.

Um eine Phobie handelt es sich erst, wenn der Betroffene intensive und lang anhaltende Furcht vor einem bestimmten Objekt hegt. Die Grenze zur Normalität ist nicht unbedingt leicht zu ziehen. Wo fängt krankhaftes Verhalten an? Es gilt zu bedenken, dass Angst evolutionsbedingt eine wichtige Funktion hat. Reagiert der natürliche Gefahrenmelder jedoch über und führt zu unkontrollierten körperlichen Symptomen solltest du dir unbedingt Hilfe holen.

Wertvolle Unterstützung beim Umgang mit Phobien gibt es für dich auch hier.

 

Trauer/Verlust

 

Ab der Geburt bis zu unserem Ableben sind wir mit Trauer und Verlust in unserem Leben konfrontiert. Meiner Beobachtung gehört es zu unserem Leben wie das Erblühen einer Blume und das kommende Verwelken dazu. Auch die Jahrezeiten erinnern uns daran. Sie kommen und sie gehen. Die Trauer und der Verlust kommen meiner Wahrnehmung nach wie das Leben selbst, aus dem ein und demselben Strom der Liebe. Die unbegrenzte zeitlose Liebe die immer da war, ist und sein wird und uns trägt. Auch wir sind auf einer tieferen Ebene zeit- und formlose unbegrenzte liebevolle und zutiefst spirituelle Wesen.

Einen geliebten Menschen zu verlieren ist ein langwidriger Prozess, der auch seine Zeit braucht. Im Gegensatz zur Krankheit kann die Trauer nur mit aktiver Bewältigung überwunden werden. Neue Gewohnheiten ersetzen den schlimmen Verlust. Auf keinen Fall darf zu Drogen oder Alkohol gegriffen werden.

Jeder Mensch hat eine individuelle Art zu trauern. Das Gleichgewicht von Körper und Seele gerät durcheinander. Der Unterschied bezieht sich im Wesentlichen auch auf die Dauer, bis die Normalität wieder hergestellt ist. Der dazu notwendige Prozess lässt sich in mehrere Phasen unterteilen.

Anfänglich kommt die Verleugnung, in der das schlimme Ereignis abgestritten wird. Der Schockzustand ist geprägt von regelmäßigen Gefühlsausbrüchen. Danach folgt tiefe Einsamkeit, in die sich der Betroffene zurückzieht und soziale Kontakte vorerst meidet. Auch körperliche Beschwerden wie Durchfall, Erbrechen und Konzentrationsverlust entsprechen diesem heilenden Prozess. Bis zur endgültigen Akzeptanz kann es zwei Jahre dauern.

Nach der Verarbeitung gelingt in der Regel die Orientierung. Der Schmerz geht vorbei und es wird neuer Lebensmut gefasst. Die schönen Erinnerungen und neue Erkenntnisse über sich selbst können als ein wertvolles Geschenk angenommen werden. Das Selbstbewusstsein stabilisiert sich wieder.

Hilfe zur Trauer erhältst Du hier.

 

Essstörungen/Bulimie/Magersucht

 

Eine Essstörung tritt verglichen mit anderen psychischen Erkrankungen wie der Angststörung oder Depression weitaus seltener auf. Nur etwa zwei Prozent der Frauen in Deutschland sind betroffen. Männer hingegen können auch von dieser schweren psychosomatischen bedingten Krankheit betroffen sein. Nur seltener. Nach den Symptomen werden zwei Formen unterschieden. Neben der andauernden Unterernährung gibt es noch häufige Essattacken, die zum Erbrechen führen.

Magersucht und Bulimie beginnen meist im Jugendalter. Unter anderem können sich Magersucht und Bulimie periodisch abwechseln. Die Pubertät scheint eine direkte Einflussgröße darzustellen.

Da die Krankheit ausschließlich in den modernen Industrienationen vorkommt spielt das dortige Menschenbild eine entscheidende Rolle. Das Schönheitsideal entspricht einem schlanken Körper. Im Übergang zum Erwachsenenalter wird die Persönlichkeit ausgebildet. Das abweichende Essverhalten geht auf die falsch interpretierten Werte zurück.

Die Betroffenen weisen zudem meist weitere Symptome auf, die auf eine Depression oder Angststörung zutreffen. Magersüchtige versuchen ein gestörtes Selbstbewusstsein, mit Körpergewicht und Figur auszugleichen. Negative Erfahrungen wie Missbrauch und Vernachlässigung begünstigen den Ausbruch.

Als magersüchtig gilt jemand, der stark untergewichtig ist. Der krankhafte Zustand ist absichtlich herbeigeführt und wird positiv bewertet. Zusätzlich wird meist körperliche Aktivität wie exzessives Joggen bis zur Erschöpfung betrieben. Es besteht die ständige Angst der Gewichtszunahme. In ihrem Verlauf wird die Essstörung oft lebensbedrohlich und führt nicht selten zum Tod.

Menschen mit Bulimie ist die Essstörung hingegen meist nicht anzusehen. Heißhungeranfälle werden mit Erbrechen ausgeglichen. Missbrauch von Medikamenten und Abführmitteln sind beliebte Strategien von Betroffenen. Normalerweise ist es für einen Menschen, der mit sich im Reinen ist ganz offensichtlich, das es kein guter Plan ist, mit Abführmittel oder Erbrechen den Kontrollverlust zu kompensieren.

Was alle Suchterkrankungen gemeinsam haben, die Betroffenen sehen die Lösung im Suchtmittel (Erbrechen, Abführmittel usw.) und nicht als die Ursache ihres Leidens.

Eine gute Figur wird überbewertet. Durch das gestörte Selbstwertgefühl und Selbstwahrnehmung rücken andere wichtige Dinge in den Hintergrund. Es fällt meist schwer, soziale Beziehungen aufzubauen. Über das Aussehen wird versucht, positive Aufmerksamkeit zu bekommen.

Wie ein Junkie auf Droge erlebt der Betroffene die Fressattacken als einen Kontrollverlust. Dieser Kontrollverlust hinterlässt schwere Schäden an Psyche, Seele und zieht gesundheitliche Folgen des Körpers nach sich. Die Betroffenen schämen sich häufig, sind wütend auf sich selbst und ekeln sich vor sich selbst.

Meiner Wahrnehmung nach muss das Selbstbewusstsein sowie das Selbstvertrauen der Betroffenen auf ein gesundes Maß angehoben werden. Außerdem die Kontrolle über das eigene Leben, über den Körper sowie über die Gedanken und Gefühle selbstverantwortlich übernommen werden. Das Geschenk und das Ziel ist ein  „SICH WOHLFÜHLEN“ in einem gesunden und glücklichen Körper.

Bei Bedarf und Wunsch für eine Begleitung dürfen sich die Betroffenen hier melden.